Kunst & Kultur : Soziale Kaempfe
F13 - ein erster Eindruck vom Jänner 2006
Ca. 300 Leute beteiligten sich am Freitag, dem 13. Jänner 2006 an einem bunten Faschingsumzug. Wie jeden Freitag dem 13. gingen zahlreiche Leute auf die Straße, um gegen Ausgrenzund und Diskriminierung zu demonstrieren und Forderungen, wie nach Freifahrt für Obdachlose, mehr Rechte für Arbeitslose und MigrantInnen und nach Freiräumen zu stellen.
Es waren etliche Leute verkleidet gekommen, hatten verschiedene Performaces oder kleinere Aktionen ausgedacht, es gab Musik in unterschiedlichsten Formen, einen Kostnixladen, Vokü, viel Spaß und Verwirrung bei den Kibaran. Die Demo zog vom Margaretenplatz im 5. Bezirk los und bewegte sich recht zügig durch die Straßen. Der Faschingszug, der sehr an eine Demonstration erinnerte, jedoch mit sehr viel verkleideten Leuten, erregte dabei viel Aufmerksamkeit. Zahlreiche Flugblätter - zum F13 und zur Forderung nach mehr autonomen Räumen, sowie die neuen Ausgaben von indy@paier und einiges mehr - wurden verteilt und auch interessiert angenommen...
Doch plötzlich, als die Demo die Mariahilferstraße erreichte, stoppte der Zug. Ein paar Exekutivbeamte wollten offenbar die Benützung der Mariahilferstraße verwehren. So staute es sich in der Seitengasse und alle warteteten ab. Ein paar versuchten, mit den Beamten zu diskutieren. Es dauerte einige Zeit, bis ein paar versuchten, wieder weiterzugen - was auch nicht schwierig war angesichts der geringeren Anzahl an Beamten an der großen Kreuzung zur Mariahilferstraße. Irgenwann standen dann plötzlich ein paar Leute auf der Straße und überall auf den Gehsteigen, die Polizeiautos, die noch zuvor den Weg versperren wollten, versuchten durch die sich füllende Straße noch zu entwischen. Kurz wurde noch versucht, den Verkehr durchzulassen. Und dann war die Mariahilferstraße gesperrt. Es war Faschig.
Dieser zog dann gleich in die U-Bahnstation Neubaugasse und erregte dort Aufmerksanmkeit. Nach einer weile in den wärmeren U-Bahnräumlichkeiten zogen die Leute wieder zurück auf die Mariahü, wie die Einkaufsstraße im Volksmund auch genannt wird, wo noch etliche Leute und die Busse warteten - und der Karnevla ging weiter, die Mariahilferstraße entlang ins Museumsquartier, wo ein wenig mit Feuer gespielt, gewartet, Liedern von den Gegenstimmen gelauscht wurde... und plötzlich von einer Terasse ein Transpi mit der Aufschrift EKH bleibt runtergehalten wurde. Wohl dachten viele, dass die Leute da oben auf einem Dach standen. Dem war zwar nicht so, aber es war eine gute Gelegenheit, wieder mal die Forderung EKH bleibt zu stellen.
Nach und nach verließen einzelne die Demo in Richtung Amerlinghaus, wenngleich auch immer wieder einzelne dazu kamen. Ca. 150 gingen dann noch gemeinsam die Mariahilferstraße zurück zur Stiftgasse, wo im Amerlinghaus das F13 Abschlussfest stattfand.
Erwähnt sei noch, dass es sehr viel Kreativität gab und die Demo tatsächlich ein bunt zusammengewürfelter Haufen war. Schwer, ihn zu beschreiben. Und es hat Spaßn gemacht...