Transnational und dezentral fand letzten Samstag der 3. Internationale Migrationsaktionstag statt. Auch in Wien kam es zu mehreren Aktionen die sich vor allem gegen die Abschiebepolitik, rassistische Hetze, die restriktiven Aufenthaltsgesetze sowie die Zwangsernährung von Schubhäflingen richteten.
DEMOBERICHT:
14:30 uhr war Treffpunkt vor dem Schubhäfen Hernalsergürtel für die Demo zum Migrationsaktionstag.
Die gemeinsamen Forderungen lauteten unter anderem:
* Gleiche soziale und politische Rechte für Alle
* Eine bedingungslose Legalisierung aller MigrantInnen in allen EU-Staaten
* Weg mit allen rassistischen Sondergesetzen
* Die Abschaffung aller Schubhaft-Gefängnisse und Internierungslager für MigrantInnen und Flüchtlinge in Europa und überall
* Das Ende aller Abschiebungen
* Stopp der Expansion der europäischen Abschottungs- und Ausbeutungspolitik
* Arbeitserlaubnis unabhängig vom Aufenthaltsstatus
* Grundeinkommen für alle unabhängig von StaatsbürgerInnenschaft
* Gegen unsichere und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse
Kurz nach 15 uhr setzte sich ein Zug von etwa 300 Leuten in Bewegung.
Die Demo umkreiste das Schubhäfen und kam am Büro der "Menschenrechte Österreich" vorbei, diese Organisation wurde gegründet, um Menschen in Schubhaft zu beraten und arbeitet sehr eng mit dem Innenministerium zusammen. Es fan eine Zwischenkundgebeung zur Praxis dieser Organisation, die Teil des Abschiebsystems ist statt. Weiter gings und die Demo stoppte vor einer Billafiliale, diese Kette ist bekannt für die schlechten Arbeitsbedingungen der Angestellten, über die auch informiert wurde. Die nächste Zwischenkundgebung fand vor dem Gefängnis in der Wickenburggasse statt, dort sitzen viele, die aufgrund rassistischer Motive kriminalisiert wurden (Bsp Operation Spring), in U-haft. Ein Bericht speziell zur Situation Inhaftierter Frauen wurde vorgelesen. Weiters wurde über den lebensgefährlichen Gesundheitszustand eines hungestreikenden Schubhäftling und die Möglichkeit der Behörden zur Zwangsernährung berichtet.
Dann gings weiter zum Schubhäfn Rossauer Kaserne, das auch einmal umkreist wurde. Vor dem Haupteingang fand dann die Abschlusskundgebung statt.
Demobericht in englisch:
no-racism.net//article/1835/
Demoberich auf deutsch:
no-racism.net//article/1837/
Weitere Aktionen:
„Sprengt das Fremdenrechtspaket! Bleiberecht fuer alle“
Pünktlich um 13 uhr gab es eine Kunstaktion in der Kärntnerstrasse gemeinsam von Ehe ohne Grenzen, IG Bildende Kunst und VBKÖ - Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs.
Unter dem Titel: „Sprengt das Fremdenrechtspaket! Bleiberecht fuer alle!“ wurde in der Innenstadt das Fremdenrechtspaket gesprengt. So flogen zahlreiche kleine Zettel durch die Luft. Auf einer Seite dieser Zettel war zu lesen: "Sprengt das Fremdenrechtspaket!! Bleiberecht für alle!!" Auf der anderen Seite fanden sich ein wenig ausführlichere Erklärungen zur Aktion.
Mehr Infos dazu:
no-racism.net//article/1834/
Kein Hüpfen in der Festung Europa!
Am Stock im Eisen Platz bauten ab 13:00 AktivistInnen der Grün Alternativen Jugend Wien eine Hüpfburg auf, die die Festung Europa darstellte. Rundherum wurde ein symbolischer Zaun aufgezogen und ein Grenzschutzbeamter wurde abgestellt um dafür zu sorgen, dass die vorbeikommenden Kinder an diesem Tag nicht in der Hüpfburg hüpfen.
Infos:
no-racism.net//article/1836/
Flimabend:
Am Abend fand ein Filmabend zu Ehe ohne Grenzen im Schikaneder statt.
Am Programm stand die Filmpremiere der Dokumentation "Die Liste" von der Initiative: Ehe ohne Grenzen sowie drei Kurzfilme zum Thema Im Anschluss an die Filme wurde zum Thema binationale Ehen diskutiert.
Infos :
no-racism.net//article/1822/
Infos zu internationalen Aktionen: Oct 7, 2006: What's happening and where
no-racism.net//article/1833/
Infotext Grenzenlos und gegen Schubhaft!:
no-racism.net//article/1819/