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News :: Repression & Befreiung : Soziale Kaempfe

Chiapas 1994, Oaxaca 2006

Die entfesselte Gewalt der letzten Tage in Oaxaca ist aufs Schärfste zu verurteilen, und die APPO verdient uneingeschränkte Solidarität. Die Tatsache, dass lokale Amtsinhaber und Polizisten derart ungestraft agieren konnten, ist ein Zeichen für das mangelnde Interesse der mexikanischen Regierung, eine wirkliche politische Lösung zu finden.

Der hier verlinkte Text ist die deutsche Übersetzung eines Textes von Neil Harvey, der am 4.11.2006 in der linken mexikanischen Tagenzeitung La Jornada publiziert wurde.

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News :: Antisexismus

Was bedeutet "Intersexualität"?

Genetisch kann das Kerngeschlecht männlich (mit XY-Chromosomen) oder weiblich (mit XX-Chromosomen) sein. Bei intersexuellen Menschen sind die äußeren und inneren Geschlechtsorgane sowohl weiblich als auch männlich. Bei einer von 2.000 Geburten lässt sich das Geschlecht des Neugeborenen nicht exakt bestimmen.

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News :: Repression & Befreiung : Soziale Kaempfe

Globalized Eviction - Der Kampf um Wohnraum

Der folgende Text ist die unautorisierte deutsche Übersetzung eines Artikels von Sam Urquhart, "Globalized Eviction". Darin geht es um Vertreibungen und Räumungen von Slums auf der ganzen Welt und die Kämpfe der Betroffenen gegen diese.
Alleine im Oktober 2006 fanden größere Räumungen in Kenia und Indien statt. Von den meisten Räumungen wird man allerdings nie etwas erfahren, da sie die ärmsten und unterrepräsentiertesten Teile der Bevölkerung betreffen. Die Begründungen, mit denen hier soziale Projekte und anderswo ganze Stadtteile dem Erdboden gleich gemacht werden, sind jedoch die gleichen. Der Artikel macht die globale Bedeutung dieses sozialen Kampfes um Wohnraum deutlich.

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News :: Antirassismus : Repression & Befreiung

'I can't go back. I rather die'

On 20 September 2006, a brief inquest was held into the death of Abiy Fessfha Abebe, a 35-year-old Ethiopian asylum seeker who was found hanged at Greenbank accommodation centre in Liverpool the day after he was told that his asylum claim had been refused. The coroner found 'it more likely than not he died by his own hand'.

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News :: Antifa

Gedenkveranstaltungen am 9. November 2006

Im Gedenken an die Pogrome im November 1938 finden auch dieses Jahr zahlreiche Veranstaltungen und Kundgebungen statt. Dieser Artikel soll einen kurzen Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit bieten.

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News :: Repression & Befreiung

Militarisierung der EU - zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Das Programm zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik der im Januar 2007 beginnenden deutschen Ratspräsidentschaft

Nach der [extern] finnischen Ratspräsidentschaft wird [extern] Deutschland am 1. Januar 2007 für ein halbes Jahr den Ratsvorsitz übernehmen. Danach folgen bis Dezember 2008 weiter im halbjährlichen Turnus Portugal, Slowenien und Frankreich. Für die Funktionsweise der Europäischen Union ist die Ratspräsidentschaft von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Der Vorsitz des Rates spielt eine wesentliche Rolle bei der Organisation der Arbeiten der Institution des [extern] Rates, insbesondere als Impulsgeber im legislativen und politischen Entscheidungsprozess. Ihm obliegt die Einberufung, Vorbereitung und Leitung aller Sitzungen; er führt auch den Vorsitz in den zahlreichen Arbeitsgruppen und arbeitet Kompromisse aus. Das heißt: Ab Januar 2007 wird die Bundesregierung wesentlich über die Agenda der Europäischen Union bestimmen. Das ist auch für die Außen- und Militärpolitik mit entscheidend, denn der Rat legt die [extern] Grundsätze der [extern] Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) fest und setzt diese um. Der Rat selbst besteht neben dem Ratssekretariat aus den Ministern der Mitgliedstaaten, die im Rahmen des Rates der Europäischen Union tagen. Je nach den Themenbereichen, die auf der Tagesordnung stehen, ist jedes Land mit seinen zuständigen Fachministern vertreten (Auswärtige Angelegenheiten, Justiz und Inneres, Finanzen, Soziales, Verkehr, Landwirtschaft usw.)

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News :: Antifa

Hitlers Jihad

Ihr Rassismus hielt die Nationalsozialisten nicht davon ab, mit arabischen Führern zu kooperieren. Der Judenhass war das Bindeglied. Über die Studie »Halbmond und Hakenkreuz«.

Keinesfalls wurden der Nahe und der Mittlere Osten von Nazideutschland einzig als Landstriche gesehen, die es nach kriegerischer Einverleibung zu kolonialisieren gelte. Vielmehr vertrauten die planenden Instanzen und Persönlichkeiten der Judenvernichtung dem eliminatorischen Antisemitismus und dem Kollaborationswillen der arabisch-muslimischen Bevölkerung, sobald dort die »Endlösung« durchgeführt würde. Zwischen beiden Seiten herrschte hier ein zentrales Einvernehmen.

Gesandte des Auswärtigen Amts und des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) berichteten seit 1933 regelmäßig über den Hitlerkult und den Judenhass in der Region. Arabische Führer, zuvörderst der Mufti von Jerusalem und der zentrale Fürsprecher der palästinensischen Nationalbewegung, Haj Amin Muhammad el-Husseini, biederten sich der NS-Führung an. Nicht nur waren sie darauf bedacht, mit Hilfe des »Dritten Reichs« ihre nationale Unabhängig­keit von der Kolonialmacht Großbritannien zu erlangen: Sie wollten sich endgültig der jüdischen Bevölkerung entledigen.

Eine der zentralen Thesen der Monografie von Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers über den politischen und ideologischen Schulterschluss zwischen dem »Dritten Reich« und der arabischen Welt lautet entsprechend, dass sich der Antisemitismus »als stärkstes Bindeglied zwischen dem Dritten Reich und dem Nahen und Mittleren Osten« erwiesen habe. Anhand historischer Quellen, hauptsächlich aus bundesdeutschen Archiven, zeichnen Mallmann und Cüppers die bisher kaum beachtete Entwicklung der deutsch-arabischen Beziehungen dieser Zeit kritisch nach. Sie merken an, dass man sich allzu schnell dem Vorwurf des »Eurozentrismus« ausgesetzt sehe, widme man sich ernsthaft der »muslimischen Affinität zum Dritten Reich«. Diese Einschätzung ähnelt der Anregung Dan Diners in seinem Buch »Versiegelte Zeit«, die »Orientalismus«-These Edward Saids zu über­denken. Allzu oft werde, so die beiden Historiker, der in der arabischen Region auch heute grassierende Antisemitismus verdrängt oder verniedlicht.

Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler sollten einige Jahre vergehen, bis sich die NS-Führung des Potenzials des arabisch-muslimischen Judenhasses bewusst wurde und ihn zu fördern gedachte. Erst als sich das Deut­sche Reich 1937 endgültig von Großbritannien als Allianzpartner abgewandt hatte, Italien es 1939/40 nicht vermochte, seinen Einfluss am Mittelmeer auszuweiten, und sich die NS-Führung zu deren Unterstützung genötigt sah, näherten sich die deutsche und die arabische Seite an. Die entscheidende Wende in der deutschen Orientpolitik vollzog sich im Jahr 1941. Unter der Führung Erwin Rommels begann das »Deut­sche Afrikakorps« seine Offensive gegen die technisch und strategisch unterlegene britische Armee. Trotz einiger Rückschläge drang die Wehrmacht bis Juli 1942 von Libyen bis nach El Alamein in Ägypten vor, wo sie endgültig gestoppt werden konnte. Während des deutschen Vormarsches berichteten Beobachter regelmäßig von euphorisierten Einheimischen.

Einer der Garanten für diese Entwicklung weilte seit November 1941 im Exil in Berlin. Bis 1945 bemühte sich Husseini von dort, die arabisch-muslimische Kollaborationsbereitschaft für die »Endlösung in Palästina« zu för­dern und zu garantieren. Yassir Arafat, ein ent­fernter Verwandter des Mufti, gehörte zum Kreis seiner Vertrauten. In zahlreichen Rundfunkansprachen, die vom Deutschen Reich in arabische Länder übertragen wurden, verkündete Husseini seinen religiös und rassenbiologisch motivierten Antisemitismus. Daneben propagier­te er seine Hoffnungen auf die nationale Souveränität arabischer Staaten, die unter deutscher Patronage erlangt werden sollte.

In das Jahr 1941 fielen ebenfalls Planungen der Wehrmacht, in das britische Mandatsgebiet Palästina vorzudringen. Darauf wartete das besagte Einsatzkommando mit 24 An­ge­hö­ri­gen unter der Lei­tung Wal­ther Rauffs, eines Mit­arbeiters des RSHA. Ohne die Niederlage bei El Alamein und ohne weitere alliierte Gegenschlä­ge wäre das Afrikakorps vermutlich innerhalb von zehn Tagen nach Palästina vorgedrungen. Der Einsatzbefehl der Wehrmacht glich im Wortlaut dem der Einsatzgruppen in Osteuropa. Rauff und seine Untergebenen sollten weitgehend eigenständig handeln. Offensichtlich vertraute die deutsche Füh­rung weiteren Erfahrungen aus Osteuropa: Den dortigen Einsatzgruppen gehörten nur wenige Deutsche an; ein­heimische Hilfswillige waren ihnen bei den Massenmorden behilflich. Dies sollte auch für den Nahen und Mitt­­leren Osten gelten. Innerhalb des Jischuw wurde die Bedrohung genauestens erkannt und es wurden Schutzvorkehrungen getroffen. Bei einem deutschen Vormarsch wären die Vorkehrun­gen allerdings wegen der arabischen Mithilfe gescheitert.

Auch nach der Niederlage bei El Alamein und dem Rückzug der Panzereinheiten nach Tunesien – die Alliierten waren im November 1942 in Nordafrika gelandet – wurden die deutschen Versuche, in die verlorenen Gebiete einzudringen, fortgesetzt. Dort soll­ten Aufstände entfacht und Sabotageakte be­gangen werden, um die Alliierten zu schwächen. Auch wenn die NS-Führung derlei Unternehmungen materiell kaum zu fördern vermochte, da das »Unternehmen Barbarossa« in der Sowjetunion zu viele Kräfte band, vertraute sie weiterhin den antisemitischen Potenzialen an Ort und Stelle.

Rauffs Einsatzkommando weilte seit November 1943 in Tunesien. Sämtliche tunesi­schen Juden wurden zur Zwangsarbeit ver­pflichtet und ausgeplündert. Dem Wunsch der Wehrmacht und des RSHA entsprechend, versuchte Husseini währenddessen, die Kollaborationswilligkeit der Einheimischen zu fördern und mit Hilfe der Reichsregierung seine antisemitische Propaganda zu streuen, da der Judenhass dort weniger grassierte. Glücklicherweise beendete die endgültige Kapitulation der »Heeresgruppe Afrika« vom 13. Mai 1943 derlei Bemühungen.

Neben dem Nahen und Mittleren Osten nennen Mallmann und Cüppers weitere Fälle, in denen Nazideutschland und muslimische Kräfte kooperierten und Kriegsverbrechen begingen. Muslimische Bosnier und Albaner gehörten Ein­heiten der Wehrmacht und der SS an, nachdem sie militärisch und ideologisch geschult worden waren. Es wurde gar angeordnet, deren kulturelle Bräuche im Kriegsalltag zu berücksichtigen und ihnen muslimische Geistliche zur Seite zu stellen.

Trotz der sich abzeichnenden Kriegs­­niederlage Nazideutschlands ließen Persönlichkeiten wie Husseini nicht davon ab, in Rundfunkansprachen den »Heiligen Krieg« zu propagieren und den Untergrund zu reorganisieren. »Nach 1945«, so Mallmann und Cüppers, »war die Affinität zum Nationalsozialismus in der arabischen Welt weit­gehend ungebrochen.« Das durchaus populäre Bild, »die rassistische Komponente in der nationalsozialistischen Ideologie habe eine Schranke zwischen Deutschen und Arabern gebildet«, wird von ihnen in Frage gestellt. In ihrer lesenswerten und materialreichen Studie stellen sie fest, dass die Deutschen die »Endlösung der Judenfrage in Palästina« sehr genau geplant und vorbereitet haben. Dabei waren die Deutschen sich der weitgehenden Hilfswilligkeit der Muslime gewiss. Dank der alliierten Gegenoffensiven trat diese Katastrophe nicht ein.

Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers: Halbmond und Hakenkreuz. Das Dritte Reich, die Araber und Palästina. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, 280 Seiten, 49,90 Euro


Die Götter träumen
»Quei loro Incontri« ist der letzte gemeinsame Film der kürzlich verstorbenen Danièle Huillet und ihres Partners Jean-Marie Straub – und ihr traurigster. von markus nechleba

Pam, nimm mich!
Die Brachialsatire »Borat« ist so geschmacklos wie gut. von markus ströhlein

»Der Holocaust war auch in Palästina geplant«
klaus-michael mallmann über das Bündnis zwischen Hitler und dem Mufti von Jerusalem, den eliminatorischen Antisemitismus der Deutschen und die arabische Judenfeindschaft

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News :: Krieg & Frieden

Jüdische Stimme für Gerechten Frieden in Nahost (Österreich) - Brief an Bundesministerin Dr. Ursula Plassnik (6.Nov. 2006)

Sehr geehrte Frau Bundesministerin, mit großer Besorgnis haben wir von der Ernennung des extremrechtsgerichteten Knesseth-Mitglieds Avigdor Lieberman als Minister für Strategische Bedrohung im israelischen Parlament erfahren. Seine politische Partei, Yisrael Beitenu, vertritt die ethnische Säuberung und den Transfer von Arabern auf beiden Seiten der Green Line, sie offen als demographische und strategische Bedrohung bezeichnend. Die Araber innerhalb Israels sind Staatsbürger und leben seit Jahrhunderten auf ihrem Land sowie die Palästinenser in den Besetzten Gebieten. Zusätzlich drängt Hr. Lieberman auf die Verhängung der Todesstrafe für arabische Mitglieder der Knesseth, die er der Kollaboration mit „Terroristen“ im Mai 2006 beschuldigte. Vor einigen Jahren hat er sogar die Bombardierung des Assuan Damms in Ägypten befürwortet. ...

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