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Antisexismus

J25-WIEN: Frauenrechte verteidigen - Stoppt radikale AbtreibungsgegnerInnen

Am Samstag, 25. Jänner 2003 findet um 8:30 Uhr eine Kungebung mit dem Motto: "Frauenrechte verteidigen - Stoppt die extremen AbtreibungsgegnerInnen", in Wien, 2. Bezirk, Große Sperlgasse (vis a vis "Lucina"-Klinik - vormals "Mairo") statt. Dort treffen sich die radikalen AbtreibungsgegnerInnen von "Pro-Life" ("Human Life International"-HLI, siehe Bild) zu ihren "Gebetsstunden". Ansonsten belästigen sie Frauen vor Abtreibungskliniken. Ihr Ziel sind die Abschaffung der "Fristenlösung" und der Straffreiheit bei Schwangerschaftsabbrüchen.
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Am Samstag, 25. Jänner 2003 findet um 8:30 Uhr eine Kungebung mit dem Motto: "Frauenrechte verteidigen - Stoppt die extremen AbtreibungsgegnerInnen", in Wien, 2. Bezirk, Große Sperlgasse (vis a vis "Lucina"-Klinik - vormals "Mairo") statt. Dort treffen sich die radikalen AbtreibungsgegnerInnen von "Pro-Life" ("Human Life International"-HLI, siehe Bild) zu ihren "Gebetsstunden". Ansonsten belästigen sie Frauen vor Abtreibungskliniken. Ihr Ziel sind die Abschaffung der "Fristenlösung" und der Straffreiheit bei Schwangerschaftsabbrüchen.
HLI ist ein weltweit agierendes Netzwerk von Pro-Life-AktivistInnen. Diese vertreten eine frauenfeindliche reaktionäre Ideologie, in der Schwangerschaftsabbruch unter allen Umständen verdammt wird, Verhütungsmittel generell abgelehnt werden und Homosexualität als eines der Übel dargestellt wird, welche die Welt zerstören. Evident ist auch die Verbindung zu rechten Parteien und Regierungen: In Wien wurde bei der Gemeinderatswahl in Aussendungen dazu aufgerufen, FPÖ oder ÖVP zu wählen. Jörg Haider übermittelte man des Dank für die Einführung des Kindergeld - "Kinderbetreuungsgeld für alle rettet tausende Kinder vor dem Abtreibungstod". Nicht nur in Österreich bekommen radikale Abtreibungsgegner wieder mehr Unterstützung. Beim UNO-Kindergipfel blockierten die USA alle Formulierungen, die als Akzeptanz von Schwangerschaftsabbrüchen bei Minderjährigen ausgelegt werden könnten. "Frauenminister" Herbert Haupt kündigte ja schon vor einiger Zeit an, dem Mann Mitspracherecht einzuräumen und die Fristenlosigkeit für medizinisch begründete Abbrüche auf drei Monate verkürzen zu wollen.

Eine der Hauptaktivitäten der militanten AbtreibungsgegnerInnen ist neben der Belästigung von Frauen die Bekämpfung von Gruppen, die sich für das Selbstbestimmungsrecht über den Körper und für Schwangerschaftsabbruch einsetzen. In den USA führen sie permanent Prozesse und Kampagnen gegen die sogenannten Pro-Choice-Organisationen.

In Österreich geht eine unheilige Allianz aus radikalen, christlichen AbtreibungsgegnerInnen und dem Umfeld von FPÖ und Regierung in die Offensive: Kurz nachdem Dietmar Fischer (der Leiter von "Human Life International"-Österreich) einen Prozess gegen die Mairo-Klinik in erster Instanz verloren hat, klagt er schon wieder; diesmal die SLP-Frauensprecherin Claudia Sorger - wegen übler Nachrede. Mit im Spiel ist die (ehemalige) Rechtsanwaltskanzlei des FPÖ-Justizministers Böhmdorfer-Gheneff, nunmehr Gheneff-Rami.
www.slp.at//arbeitsfelder/frauen/mairo_klage.html

Die Proteste gegen die militanten AbtreibungsgegnerInnen dauern schon einige Zeit an. Dies vor allem deshalb, weil auch der Terror der AbtreibungsgegnerInnen nicht weniger wird. Die Abtreibungskliniken sahen sich dazu genötigt, SicherheitsbeamtInnen zu engagieren, damit sie die Frauen vor den Belästigungen beschützen können.

Eine Taktik der AbtreibungsgegnerInnen ist es, die Lokale, in denen sich Abtreibungskliniken aufzukaufen und so eine Aufösung des Mietverhältnisses herbeizuführen. Deshalb gibt es auch einen Rechtsstreit langen Rechtsstreit. Dietmar Fischer und seinen SinnesgenossInnenen schrecken jedenfalls von Verfolgung, Morddrohungen, Räumungsklage nicht zurück.
www.tatblatt.net//159mairo.htm">www.tatblatt.net//159mairo.htm

Im Sommer 2002 durchquerten militanter AbtreibungsgegnerInnen und ihres "Nachwuchs" mit einer Fahrradtour Österreich. Anlaesslich ihrer Ankunft in Wien fand am 31.08.2002 ein Aktionstag für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren Koerper und ihr Leben statt.
at.indymedia.org//front.php3?article_id=14879">at.indymedia.org//front.php3
at.indymedia.org//front.php3?article_id=14637">at.indymedia.org//front.php3

Gegen "Ride for Life" der AbtreibungsgegnerInnen (www.ceiberweiber.at//wahl1/prolife3.htm">www.ceiberweiber.at//wahl1/prolife3.htm) gab es zuvor schon vom 23. bis 25.08.2002 Proteste in Salzburg.
at.indymedia.org//front.php3?article_id=14507">at.indymedia.org//front.php3
at.indymedia.org//front.php3?article_id=14429">at.indymedia.org//front.php3

Am Samstag, dem 1. Juni 2002 marschierten Abtreibungsgegner von Human Life International (Pro Life) mit Kerzen durch Wien - begleitet von Protesten für das Selbstbestimmungsrecht für Frauen und der Performance "Die Engelmacherin".
at.indymedia.org//front.php3?article_id=11853">at.indymedia.org//front.php3
www.pbase.com//helene/die_engelmacherin
www.ceiberweiber.at//wahl1/1juni02/index.htm">www.ceiberweiber.at//wahl1/1juni02/index.htm

Termine und Berichte über die monatlichen Demonstrationen für das Selbstbestimmungsrecht über Körper und Leben in Wien, 2. Bezirk, Große Sperlgasse (vis a vis "Lucina"-Klinik - vormals "Mairo") gibt es u.a. bei:
www.tatblatt.net/
www.slp.at//mairo.html
www.ceiberweiber.at/
at.indymedia.org/
 
 

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