Zum
BFJ (Bund Freier Jugend, oder besser: Brunz-fidele Jodelbuam):
Vor allem die inhaltliche Arbeit liegt dem BFJ am Herzen: regelmäßig werden politische Themen aufbereitet und im BFJ-Heim in Linz an junge Faschos verklickert – so gibt es „nationale Gesprächskreise“, aktuell zB: „Auf den Spuren deutsch-germanischer Geschichte“ oder „Freiheitskampf für ein Tirol“.
Neben der direkten Arbeit mit Kids publiziert der BFJ auch das Printmedium „Jugend-Echo“, für das unter anderem der mehrmals vorbestrafte Alt-Nazi Herbert Schweiger schreibt. In diesem Heftchen wird klar, dass der BFJ keine neurechte Jugendgruppe ist, sondern eine Organisation junger Neonazis: neben Bildern aus dem NS-Kontext schreiben die „Schriftführer“ des Blattes über die „Reinheit des Blutes“, ärgern sich über „artfremden Glauben“ (gemeint ist das Christentum) und träumen verklärt von der braunen Vergangenheit.
Während in der BRD das „Jugend-Echo“ von der Polizei aufgrund seiner nationalsozialistischen Gesinnung und der Verwendung illegaler Symbole beschlagnahmt wird, sieht die Polizei in Österreich keinen Handlungsbedarf.
Auch im Internet betreibt der BFJ eine Homepage mit Berichten über vergangene Aktionen, Bildern, Texten und Ankündigungen – und da wird im Rahmen von Anti-Antifa-Artikeln auch gerne mal von at.indymedia.org zensiert!
Doch die Propaganda-Arbeit des BFJ beschränkt sich nicht nur auf das Anlabern rechter Kids und alter Nazis: in den größeren oberösterreichischen Städten tauchen immer wieder Pickerl des BFJ oder der AFP auf und Kameraden im schicken „Zivil-Outfit“ verteilen im öffentlichen Raum Flugis und anderes Propaganda-Material.
Auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt es immer wieder: Skinheads trauen sich wieder in die Linzer Altstadt und pöbeln dort alternative BesucherInnen an, es kommt zu Schlägereien zwischen Nazis und Antifas. Erst diese Woche wurden zwei Schüler in einer Unterführung bzw. einer Bim Opfer mutmaßlich rechtsextremer Schläger. (Bericht auf
no-racism.net)
Um auf die verstärkte Bedrohung durch rechtsextreme Gewalt hinzuweisen und dem BFJ aktiv entgegen zu treten, organisiert ein Antifa-Bündnis die Demo „Gegen BFJ und rechtsextreme Gewalt“:
Demonstration „Gegen BFJ und rechtsextreme Gewalt“
Treffpunkt: 14:00 Uhr Schillerpark/Linz (im Zentrum, Bim-Haltestelle Bürgerstraße)
Abmarsch: 15:00 Uhr
Für auswertige AktivistInnen gibt es Shuttle-Busse nach Linz:
Bus um 3,- ab Wien, St. Pölten, Ybbs, Amstetten, Salzburg (Info
hier)
Das Antifa-Bündnis, dass die Demo organisiert, setzt sich aus verschiedenen Gruppen zusammen, zB: Freiheitskämpfer, Friedenswerkstatt, der funke, Infoladen Wels, KPÖ, KZ-Verband OÖ, SJ, SLP, ...
links:
Demo-Aufruf auf IMC:
hier
Infos zum BFJ im IMC-Feature und links zu Postings über den BFJ auf IMC:
hier
Anti-BFJ-Kampagne:
www.stopBFJ.org
Aktueller IMC-Artikel über ein Rechtsextremen-Treffen in Kärnten unter Beteiligung des BFJ:
hier
Aktueller IMC-Artikel über eine Fascho-Demo in der BRD unter Beteiligung des BFJ:
hier