Gegen Schwarzblau
Donnerstagspeakerscorner (17.3.): Wehrmachtsdeserteure (II); B. erneut in Schubhaft!!!
Zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblau vor dem Kanzleramt wieder einen Speakerscorner, diesmal u.a.: 2. Teil des Referats zum Schicksal österreichischer Deserteure und Selbstverstümmler in der Deutschen Wehrmacht
Donnerstagspeakerscorner (17.3.): Wehrmachtsdeserteure (II); B. erneut in Schubhaft!!!
Liebe Leute!
Auch am Donnerstag (17.3.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzblau vor dem Kanzleramt wieder einen Speakerscorner, diesmal - im Rahmen eines kleinen Schwerpunkts an den beiden Donnerstagen rund um den Jahrestag des Anschlusses Österreichs an Nazideutschland am 12.3. - mit einem Referat zum Schicksal österreichischer Deserteure und Selbstverstümmler in der Deutschen Wehrmacht. - Teil2: Die Wehrmachtsjustiz und der Strafvollzug gegenüber Deserteuren in der deutschen Wehrmacht.
(Am 12.3.1938 begann mit dem Einmarsch deutscher Truppen (und der Zustimmung weiter Teile der Bevölkerung) die Naziherrschaft in Österreich, die bis 1945 dauern sollte. Die schwarzblaue Regierung und ihre Jubeljahr2005-Propangandist/innen veranstalteten auch um diesen Jahrestag herum lieber ein Happening zu alliierten Bombenangriffen auf Wien, die den österreichischen Opfermythos stärken und in den Hintergrund drängen, welche Massenmorde u.a. Verbrechen (auch vieler österreichischer) Nazis den Wiener Bombennächten vorausgingen. Gleichzeitig glänzte die schwarzblaue Regierung im Jänner zum 60.Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch Nichtstun und Ignoranz, dieselbe Ignoranz mit der sie auch den Wehrmachtsdeserteuren nach wie vor gegenübersteht, die rechtlich immer noch schlechter gestellt sind als ehemalige Mitglieder der verbrecherischen Waffen-SS der Nazis. - An einem der nächsten Donnerstage soll es dann einen Speakerscorner zur Behandlung der Wehrmachtsdeserteure in der 2.Republik mit besonderer Berücksichtigung von Schwarzblau geben.)
Dazu gibt es wohl auch den aktuellen Informationsstand bezüglich der erneuten Schubhaft von B..
Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen!
Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr die Widerstandslesung (Ecke Ballhausplatz/Heldenplatz).
B. erneut in Schubhaft: B. war am 19.8.2004 im Rahmen einer rassistischen Razzia am Heldenplatz während der wöchentlichen Donnerstagsproteste verhaftet worden (angebliche Drogenrazzia, bei der nur Leute mit für manche Dumme und für manche Mächtige zu dunkler Hautfarbe kontrolliert wurden. Drogendelikt konnte keines geahndet werden, also wurde als einzige Ausbeute der Razzia wegen mangelnder Papiere B. mitgenommen. - genauer Bericht in der "Donnerstagsaussendung" vom 24.8.04). Nach mehreren Wochen Schubhaft, Spendenkörberln bei Widerstandslesung und Speakerscorner und dem großteils unentgeltlichen Einsatz von Anwalt L. Binder wurde B. am 5.10.04 freigelassen. Mitgegeben wurde ihm eine Rechnung für die Aufenthaltskosten im Schubhäfen! Und letzten Dienstag (8.3.) wurde er von ca. 10 ExekutivbeamtInnen, die angeblich eigentlich nach einer anderen Person suchten, verhaftet. Seither ist er wieder in Schubhaft und benötigt wieder dringend Unterstützung. Dankenswerterweise kümmern sich v.a. die beiden, die sich auch im letzten Sommer intensiv seines Schicksals angenommen haben, erneut um seine Belange. Der Anwaltskontakt ist wiederhergestellt. Geldspenden könnten gut gebraucht werden (damit der Anwalt, der ohnehin viel zu oft unentgeltlich arbeitet, auch nicht nur von Luft, Sonne und seinem Engagement leben muss, aber auch für Telefonwertkarten, die die Kontaktaufnahme aus dem Schubhäfen heraus für B. ermöglichen, für Utensilien, die den Alltag im Schubhäfen etwas weniger unerträglich machen usw.) Auch Kleidung wird benötigt (im Moment v.a. Pullover, Socken) - Kann alles zu Widerstandslesung und Speakerscorner mitgebracht werden.
Weiterverbreitung erwünscht!
ligrü Gustl