Nachdem schon eine Woche zuvor einige Leute in Wien gegen die Repression in Oaxaca demonstrierten, wurde angesichts des Angriffes auf die Aufständischen spontan zu einer Demonstration am 30. Oktober aufgerufen, an der ca. 70 Leute teilnahmen.
Ab 16:30 sammelten sich die ersten Leute am Ballhausplatz. Es war keine Polizei zu sehen, außer einem Beamten, der einen Eingang der Hofburg bewachte. Die AktivistInnen sammelten sich erst in zwei kleineren Grüppchen, doch bald wurden es mehr und die Grüppchen wurden zu einer Gruppe von ca. 50 Leuten. Flugblätter wurden verteilt und ein Transparent ausgerollt. Der das Geschehen interessiert beobachtende Beamte eilte herbei und holte sich eines der Flugblätter. Nach einem kurzen Blick auf dieses verzog er sich ins Gebäude, um sofort mit seinem Handy bescheid zu geben.
Die AktivistInnen beschlossen währenddessen, sich auf den Weg zur Mexikanischen Botschaft zu machen. Langsam sezte sich die Menge in Bewegungm überquerte den Heldenplatz und das Burgtor. So geangte die Demo auf den Ring und schnell war klar, dass die Straße sich besser für eine Demo eignet, als der FußgängerInnenweg. Und so ging es gegen die Fahrtrichtung Richtung Karlsplatz. Die Insassen des ersten - zufällig vorbeikommenden Polizeiautos waren sichtlich überraschut und blieben so einfach kurz auf der Fahrbahn stehen. Auch sie erhielten, so wie viele der vorbeikommenden AufofahrerInnen, Flugblätter über die Situation in Oaxaca ausgehändigt. Die Demo zog ungeachtet der verwirrten PolizistInnen weiter und erst kurz vor der Oper kamen zwei Streifenwagen, die den Verkehr regelten.
So ging es dann ab kurz vor der Oper mit Polizeibegleitung weiter in die Operngasse. Vor der Botschaft machte die Demo dann halt. Eine Fahrspur blieb den sich in der Stoßzeit ohnehin nur zähflüssigen bewegenden Autos auf der sonst dreispurigen Straße. Der spät erfolgten Aufforderung der Polizei, doch noch eine zweite Fahrspur freizugeben, wurde nicht nachgekommen.
Allgemein sei zur Demo noch angemerkt, dass es nur ein Transparent gab. Und auch kaum Sprechchöre. Der einzige Slogan, der längere Zeit zu vernehmen war lautete: "Oaxaca wir hören dich, wir sind auf deiner Seite" - zugegebermaßen nicht sehr aussagekräftig für Leute, die meist nicht mal wissen, wo Oaxaca liegt. Lediglich die großteils interessiert von PassantInnen entgegengenommenen Flugblätter klärten über den Grund der Manifestation auf. Doch reichten diese nicht bis zum Ende der Kundgebung vor der Mexikanischen Botschaft.
Zur Anzahl der DemoteilnehmerInnen: Vom Ballhausplatz aus setzten sich ca. 50 Leute in Bewegung. Und da die Demo relativ pünktlich startete, kamen etliche Leute zu spät - und schlossen sich in der Folge erst unterwegs an. So waren es schlussendlich doch ca. 70 Leute, die an der Demonstration teilnahmen. Vor der Botschaft wurde dann noch mal betont, dass für die eine Woche später stattfindende Demo besser mobilisiert werden soll.
Treffpunkt für diese
Demonstration am Montag, 6. November 2006 um 16:30 am Ballhausplatz. Die Demo zieht dann wieder zur Mexikanischen Botschaft in der Operngase 17-21, 1040 Wien.
Veranstaltungen:
Das Ende der Regierungen in Mexiko. Repression in Atenco - Volksaufstand in Oaxaca. Veranstaltungsreihe von und mit
Libertad:
Vorträge, Filme & Diskussionen - 6. Nov. Graz - 9. Nov. Salzburg - 10. Nov. Innsbruck - 24. Nov. Wien
Aktuelle Lage in Mexico, Atenco und Oaxaca - mit Informationen über Friedensbeobachtung in Chiapas von der
Mexiko Plattform am Mi., 8. November 2006 um 19:00 Uhr im Amerlinghaus Stiftgasse 8, 1070 Wien.
Linx:
Fotos von der Demo auf
chiapas98.de und Kurzbericht auf
de.indymedia.org
Demoaufruf:
Solidarität mit Oaxaca!
Flugblätter als pdf-downloads:
2 Seiten bzw.
4 Seiten
oaxaca soli demo
bericht vom 23.10.06 in wien
Sammlung weltweiter Solidaritäts-Aktionen für die Menschen in Oaxaca
hier ,
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Weitere Informationen und Links im Feature auf at.indymedia.org:
Aufstand in Oaxaca: Regierung setzt Militär in Bewegung, eine Chronik der Ereignisse auf
chiapas.at und aktuelle updates auf deutsch auf
de.indymedia.org und
chiapas.ch